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Vranov/Frain, Bítov/Vöttau, Cornštejn/Zornstein und Nový Hrádek/Neuhäusl

„Burgen und Schlösser an der Thaya…“


Entdecken Sie die Schönheit der Natur des Nationalparks Thayatal auf der tschechischen Seite der Grenze und lernen Sie zugleich die reiche Geschichte dieser Region kennen, in dem Sie die ehemaligen Sitze der Adeligen während eines Tagesprogrammes erkunden. Von Znaim geht es in Richtung Frain. Am Rande des Nationaparks verlassen wir unseren Bus und erreichen die in tiefen Wäldern des NP Thayatals versteckte Ruine Neuhäusl. Ein einmaliger Ausblick auf die Thaya mit der sg. Illusion der dreier Flüsse. Weiter geht es nach Frain, wo Sie das schönste Barockschloss Südmährens besichtigen. Danach stärken Sie sich im Restaurant des Schlosshotels Frain. Anschließend geht es mit dem Schiff in Richtung Bítov/Vöttau an der Ruine der Burg Cornštejn/Zornstein und tausenden von Sommerhütten vorbei. Besichtigung der Burg Bítov/Vöttau mit der größten Ausstellung von ausgestopften Hunden der Welt. Danach Kaffeejause im Restaurant „U Rumburaka“ mit Aussichtsturm. Kurze Besichtigung der Ortschaft Nový Bítov/Neu Vöttau, die aufgrund des Aufbaus von Frainer Talsperre auf grüner Wiese gegründet wurde, um die alte Ortschaft zu ersetzen. Zum Abschluss erhalten Sie noch ein kleines Geschenk zum Mitnehmen.

Nový Hrádek/Neuhäusl

Die ersten historisch nachgewiesenen Besitzer dieses Gebiets waren die Prämonstratenser aus dem Kloster in Klosterbruck (Louka) in Znaim (Znojmo). Sie tauschten 1358 das Land mit dem mährischen Markgrafen Johann Heinrich von Luxemburg. Dieser errichtete hier an der engsten Stelle des Felsrückens, etwa 80 Meter über dem Wasserspiegel der Thaya, die heutige sogenannte untere Burg, und zwar als befestigter Sitz von Manteltyp, der für gelegentliche Jagdaufenthalte genutzt wurde…

Die bauhistorischen und natürlichen Werte der Burg sind wirklich außergewöhnlich. Die tschechische Regierung und das Staatliche Schloss Frain an der Thaya haben aus diesem Grund gemeinsam im Jahr 2002 die Burg zum Nationalen Kulturdenkmal ernannt. Mit diesem Schritt bekundet das höchste Verwaltungsorgan des Staates, dass Neuhäusel eine wertvolle Quelle für die materielle Kultur des Landes repräsentiert und dass sie zur Gruppe der Denkmäler gehört, die den wichtigsten Bestandteil des Kulturerbes der Nation bilden.

Bítov

Die uralte Kulturlandschaft am Zusammenfluss der Thaya (Dyje) und des Scheletauer Baches (Želetavka) war bereits seit dem Neolithikum besiedelt. Die Funde vor Ort belegen die Existenz einer Großmährischen Burgstätte schon im 8. bis 9. Jahrhundert in der Nähe der Burg. Die Burg selbst war ein wichtiger Stützpunkt der Przemysliden. Sie wurde auf der schmalen Felszunge etwa 70 Meter über dem Scheletauer Bach errichtet, der den Felsvorsprung umfließt. Unter der Burg entstand die kleine Stadt Bítovec, eine wichtige Zwischenstation für die von Österreich nach Prag ziehenden Kaufleute und Wallfahrer.

Der letze Privatbesitzer – Baron Haas von Hasenfels

Der Baron war ein großer Bohemien, er hatte an die achtzig Freundinnen und war niemals verheiratet. Tiere und Frauen, diese zwei Leidenschaften entsprangen zum Teil daraus, dass der alte Adel aus der Umgebung mit ihm als Neureichen und Neubaron nicht viel zu tun haben wollte. Seinen Freundinnen gegenüber verhielt er sich wie ein echter Kavalier. Er führte ein so genanntes Maitressen-Konto – eine Erfassung der Freundinnen sowie auch der Mädchen aus ärmeren Verhältnissen, die er häufig besuchte. Sie sind mit ihm auf den Fotografien vieler Waldausflüge und auf Jagden abgebildet. Er hinterließ ihnen in seinem Testament ein anständiges Vermögen, sodass die alten Mütterchen in Vöttau noch in den neunzehnhundertneunziger Jahren einen kleinen Zuschuss zu ihrer Rente von seinem Konto erhielten. Gegenüber den einfachen Leuten aus der Umgebung verhielt er sich sehr gut, einige bewirtete er reichlich und einige belohnte er auch dafür, dass er sich mit ihnen zuweilen Späße erlaubte. Er war bekannt durch seine Freigebigkeit in den hiesigen Gasthäusern, wo er häufig alle freihielt.

Der Zoologische Garten des Barons

Baron Georg Haas d.J. war ein großer Tierliebhaber. Er gilt als Vorbild der heutigen Naturschützer, er hasste das Töten von Tieren, im Gegensatz zu seiner Mutter lehnte er auch ihre Jagd ab. Er war ein großer Sportler, er interessierte sich für die Zoologie und er ritt gern. Vom Charakter her war er ein Pedant, exzentrisch und widersprüchlich, ein unbändiger Mensch mit großzügigem und Anteil nehmendem Herz. Zu seinen Lebzeiten verwandelte er die Burg in einen der größten Privatzoos in der damaligen Tschechoslowakischen Republik. Sein ZOO war sonnabends und sonntags immer, oder vielleicht nur gegen ein Trinkgeld für den Zooführer, für alle Besucher aus der ganzen Umgebung kostenlos geöffnet.

Inkludierte Leistungen

  • geführter Spaziergang im NP Podyjí/Thayatal
  • geführte Besichtigung der Ruine Nový Hrádek/Neuhäusl im Herzen von NP Podyjí/Thayatal
  • 3-gängiges Mittagessen im Schlosshotel
  • geführte Besichtigung des Schlosses Vranov/Frain
  • Schifffahrt am Frainer Stausee
  • geführte Besichtigung der Burg Bítov/Vöttau
  • Jause im Restaurant „Zum Rumburak“
  • Aufstieg auf den Aussichtsturm
  • Abschiedsgeschenk

Geplanter Tagesablauf

09:00-09:30 – Treffpunkt in Znaim, Fahrt nach Lukov/Luggau
09:30-11:30 – Spaziergang im NP Thayatal + Besichtigung von Nový Hrádek/Neuhäusl
12:00-13:00 – Mittagessen (zur Wahl stehen jeweils 1x Suppe, 3 Hauptgerichte mit Beilage, 1x Dessert)
13:30-14:30 – Schlossbesichtigung Vranov/Frain
15:00-16:00 – Schifffahrt zur Burg Bítov/Vöttau an Cornštejn/Zornstein vorbei
16:00-17:00 – Burgbesichtigung Bítov/Vöttau
17:00-18:00 – Brettljause im Restaurant „Zum Rumburak“ + Aufstieg auf den Aussichtsturm

Paketpreis

pro Person – EUR 59,00 (bei Gruppen von 15 bis 41 Personen)
pro Person – EUR 55,00 (bei Gruppen ab 42 Personen)

Buchbar: ganzjährig 2016